Carbn Wakeboard & Clothing

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Das Shapen ist die Passion, die mich mit Mitch von carbn-boards.com verbindet. Auch wenn er Wake- und ich Kiteboards baue, es gibt viele Parallelen und so kommt es, dass wir uns ab und zu austauschen.

In letzter Zeit hat sich bei carbn-boards.com einiges getan, Grund genug Mitch mit einigen Fragen zu löchern und euch seine Firma vorzustellen.

Team

Wie hat alles angefangen? Wie bist du auf die Idee gekommen, dir dein erstes Wakeboard zu bauen?

Angefangen hat alles im Sommer 2010. Damals stand ich selbst zum ersten Mal auf einem Wakeboard und war begeistert. Snowboarden macht mir Spaß, aber Wakeboarden hat mich von Anfang an absolut fasziniert. Im Herbst  kam mir dann eines Abends die Idee selbst einmal ein Wakeboard zu bauen, am besten noch aus Carbon. Gesagt getan, die letzten Euronen die man als Student so hat noch zusammengekratzt und ein Starterset mit Carbongewebe, Harz, Pinsel etc. im Internet bestellt. Im Keller meiner Eltern habe ich dann angefangen die ersten Boards mit Schaumstoffkern und Carbongewebe im Vakuum zu pressen. Wenn ich mir die Boards heute ansehe muss ich schmunzeln. :smile: Irgendwann hatte ich ein Platzproblem und ich zog mit meiner kleinen Werkstatt weiter zu meinem Onkel. Hier konnte ich mir 2 Räume einrichten und weiter an meinen Boards feilen (altes Sägewerk). Hier sind wir bis heute und bauen unsere Boards in Kleinserie.

Boardbuilding ist von der Materie sehr vielseitig. Wie hast du dir das Know-how angeeignet?

Anfangs wusste ich so gut wie nichts über die Materie und ich habe einfach angefangen zu bauen. Doch ziemlich schnell habe ich dann gemerkt, dass ich mich mehr und mehr einlesen muss. Stunden, Tage ach wenn nicht sogar Wochen habe ich in Google gesucht, bei Youtube geschaut und in Foren gelesen. Genauso der Austausch mit anderen Shapern (Ski, Snowboard oder Kiteboard) hat mir unheimlich viel geholfen um mein Wissen zu erweitern. Aber im Endeffekt ist es eben „learning bei doing“. Nach jedem Rückschlag den Kopf hochzunehmen, sich das Problem ansehen und Lösungen finden. Das hat mich dann im Endeffekt gute 2 Jahre gekostet und ich lerne heute noch und das ist auch gut so.

Aufgeben gabs nicht, auch wenn am Ende vom Geld noch so viel Monat übrig war. :wink:

Was fasziniert dich am Wakeboard bauen, was treibt dich an?

Das Faszinierende für mich ist eigentlich das Endprodukt in den Händen zu halten und nochmal an alle Arbeitsschritte zu denken, die in einem Board stecken. Angefangen vom rohen Holzkern bis hin zum Endschliff vergeht halt schon ein bisschen Zeit und ich freue mich immer wie ein kleines Kind, wenn die Presse aufgeht, man die Kassette entnimmt und das neue Wakeboard lächelt einen an.

Unsere Teamfahrer, interessierte Kunden, Freunde die einen auf die Wakeboards ansprechen, treiben mich unheimlich an immer weiter zu machen und Gas zu geben. Mein Ziel, die Boards stabiler und langlebiger herzustellen, lass ich nie aus den Augen.

Action

Vor zwei Jahren hast du deine eigene Firma gegründet, die „Carbn Wakeboard & Clothing Company“. Was gab den Impuls das Hobby zum Beruf zu machen?

Eigentlich schnell erklärt. Es macht einfach mega Spaß Wakeboards zu bauen. Warum dann nicht den Schritt wagen und sein Hobby zum Beruf machen. Sicherlich gab es des öfteren Momente, an dem man anfängt zu zweifeln und sich denkt „Warum bin ich nur auf diese … Idee gekommen“. Aber würde alles perfekt laufen, wäre es ja auch irgendwie langweilig:p

Dieses Jahr bringt carbn-boards.com eine erste Kleinserie auf den Markt.  Was waren die grössten Herausforderungen bis zur Marktreife?

Anfangs war die größte Herausforderung, die passenden Materialien wie Topsheet, Grindbase, Holzkern oder ABS zu organisieren. Baumärkte und Internet kamen hier schnell an ihre Grenzen. Mit manchen Epoxy-Systemen konnte man nicht arbeiten und wir mussten hier auch wieder nach Alternativen suchen. Unsere beheizte Wakeboardpresse, die unsere Boards mit 45 Tonnen verpresst, Rockertable die perfekt passen müssen, Luftblasen im Laminat oder verwundene Boards… die Liste ist lang. Ich glaube manchmal ich habe jedes Problemchen schon durchgemacht.  Dazu kommt natürlich noch, dass jedes Board welches in der Mülltonne landet auch ganz schön Arbeit und Geld kostet (bei 2 Jahren kommt da ganz schön was zusammen).

Was ist für 2014 geplant? Gibt es schon Ideen?

2014 wollen wir unsere Serie um zwei Größen erweitern. Neue Shapes und abgefahrene Designs stehen auf der Liste. Zudem sehen wir uns gerade noch nach einer größeren Produktionsstätte um.

Für mich persönlich das wichtigste: Unsere Teamfahrer so gut es geht weiter zu unterstützen und das Team mit jungen, motivierten Fahrern erweitern.

Weshalb sollte ich ein Wakeboard bei carbn-boards.com kaufen?

Wir bauen Wakeboards für diejenigen unter uns, die aus der Reihe tanzen wollen, etwas einzigartiges shredden möchten oder die, die auf „Made in Germany“ stehen.

Handgeshapt in Bayern, limitiert und qualitativ hochwertig. Jaaaa, das ist Carbn Wakeboards :smile:

Carbn

Vielen Dank, dass du Zeit für dieses Interview gefunden hast und alles Gute für die Zukunft von carbn-boards.com!

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