2.3 Vakuum

Wie auch beim Werkzeug lohnt es sich oft etwas mehr zu investieren und dafür mit professionellen Mitteln zu arbeiten. Nichts desto trotz habe ich in Klammern mögliche Budget-Varianten erwähnt.

Für den eigentlichen Vakuumaufbau braucht man:

  • Vakuumpumpe (oder ein umgebauter Kühlschrankkompressor)
  • Vakuumanschluss (oder abenteuerlich mit Knete, Acryl, Klebeband)
  • Vakuumschlauch (oder Aquariumschlauch)
  • Abreissgewebe
  • Lochfolie
  • Absaugflies (oder Küchenpapier)
  • Vakuumfolie (oder Abdeck- oder Malerfolie, vorher testen!)
  • Dichtband (oder Paketband, Acryldichtmasse aus der Kartusche)
  • Trennmittel
  • Manometer (optional)

Mischen, dosieren, verarbeiten etc.:

  • Digitalwaage
  • Squeegee (oder eine alte Kreditkarte)
  • Pinsel
  • Entlüftungsroller (optional, aber viele schwören darauf)
  • Mischbecher (leere Tetrapackung o.ä.)
  • Rührstäbchen
  • Handschuhe aus Nitirl

Geheimtipps:

„Vacuopeel“ ist eine Kombination von Abreissgewebe, Lochfolie und Saugvlies und lässt sich in einem Stück zuschneiden und auf das Laminat auflegen. Wenn das Laminat ausgehärtet ist, kann man das Absaugvlies und das Abreissgewebe separat ablösen. Vacuopeel ist zwar einiges teurer wie die Einzelkomponenten, aber es gibt einfach weniger Stress beim Laminieren und es lässt sich sehr sauber verarbeiten.

Auch den Squeegee würde ich nicht mehr hergeben, denn damit lässt sich das Harz sehr gut verteilen. Im Gegensatz zu einer Rolle wird auch viel weniger Luft ins Harz gedrückt.

Bevor ich mit Vakuumdichtband gearbeitet habe, hatte ich immer Mühe die „Tüte“ dicht zu kriegen (=wildes Geschmiere mit Acryldichtmasse). Seit ich Vakuumdichtband verwende läuft alles stressfrei. Auch ein professioneller Vakuumanschluss ist dabei sehr hilfreich.